KinderVerein

Aufrechterhaltung von altem Brauchtum, Werten und Traditionen bei der Feuerwehr Stadt Hauzenberg

Rauhnudelbetteln:
Auch die Freiwillige Feuerwehr Stadt Hauzenberg hält an alten Traditionen fest. Am 5. Januar, dem Vorabend des Dreikönigsfestes, wird die letzte der einst gefürchteten Rauhnächte gefeiert. Kinder, Jugendliche und Gruppen gehen in dieser Nacht verkleidet von Haus zu Haus, sobald es dämmert, und pflegen das Rauhnudelbetteln. Sie klopfen an Türen und tragen singend oder murmelnd ihren alten Spruch vor:

„Heid is d´Rauhnacht, wer hots aufbracht? A oider Ma is über d´Stiang oberkrocha, hot si Birndl und Boandl obrocha, Kropfa heraus, Kropfa heraus, oder i stich enk a Loh ins Haus.

D´Schlüssel hör i klinga, Kropfa werns uns bringa. Kropfa heraus, Kropfa heraus, oder i stich enk a Loh ins Haus“

Vor jeder Haustür sagen sie diesen Vers auf und bitten die Bewohner um eine „Rauhnudl“, also ein kleines Geschenk. Früher waren das meist Krapfen, heute sind es Süßigkeiten oder Geld.
Dieser Brauch wird selbst von den jüngsten Mitgliedern unserer Wehr weitergeführt.
Vielen herzlichen Dank unseren Kinderbetreuern, die altes Brauchtum, Werte und Traditionen auch unserem Nachwuchs vermitteln.

Ein weiterer fester Bestandteil ist das
Räuchern im Gerätehaus. Nach alter Sitte tragen viele am Vorabend des 6. Januars, der Rauhnacht, glimmenden Weihrauch durch ihre Räume. Diese Zeit lädt dazu ein, das vergangene Jahr zu reflektieren, Altes hinter sich zu lassen und das neue Jahr willkommen zu heißen. Auch Mitglieder unserer Feuerwehr führen diese Zeremonie durch: Der stellvertretende Kommandant mit seiner Familie segnet Fahrzeuge, Ausrüstung und Gerätehaus mit Weihrauch und Weihwasser, um alles Unglück von unserer Wehr, vor allen den Menschen und ihren Familien, die hier ehrenamtlichen Dienst leisten, den Fahrzeugen mit der Ausrüstung und dem Gerätehaus fernzuhalten. Alle Ecken werden ausgeräuchert, damit Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für alle zurückkehren.