Garham, Verkehrsunfall, eCall – ohne Spracherwiderung
Die ILS Passau löste um 08:53 Uhr Alarm für die FF Stadt Hauzenberg aus. Verkehrsunfall im Bereich Kreuzung Garham – Josef-Greschniok-Straße. Ein eCall wurde ausgelöst, auf die Spracherwiderung der Leitstelle erfolgte keine Reaktion. Trotz Absuche im betroffenen Raum konnte kein Fahrzeug oder Unfall festgestellt werden. Nach Rücksprache mit der Polizei wurde der Einsatz angebrochen. Die Polizei nimmt mit dem Halter des Fahrzeuges, welches durch den eCall bekannt ist, Verbindung auf.
Im Einsatz waren
FF Stadt Hauzenberg mit MZF, LF 16/12, RW
KBM 5.3
Rettungsdienst
Polizei
eCall ist ein elektronisches Notrufsystem, das bei einem Unfall europaweit automatisch Hilfe anfordert. Entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge verfügen über Crash-Sensoren, die einen heftigen Aufprall erkennen können. Nach einem Unfall stellt das System über Mobilfunk und Satellitenortung eine Telefonverbindung zur nächstgelegenen Leitstelle her – das Auto wählt sozusagen die 112. Die Notrufzentrale kann so mit den Insassen Kontakt aufnehmen. Für den Fall, dass diese nicht ansprechbar sind, ist ebenfalls vorgesorgt. Denn das eCall-System überträgt gleichzeitig die Standortdaten einschließlich der Fahrtrichtung (wichtig für Autobahnen oder Tunnel) an die Leitstelle des Rettungsdienstes. Übermittelt werden zudem die Fahrzeugdaten sowie Informationen zum Unfallzeitpunkt und zur Unfallart. Auf diese Weise lässt sich EU-Experten zufolge die Reaktionszeit nach Verkehrsunfällen um bis zu 50 Prozent in ländlichen Gebieten und um bis zu 40 Prozent in Städten verringern. Diese Zeitersparnis könnte europaweit etwa 2.500 Menschen pro Jahr das Leben retten.
Autofahrer können das eCall-System auch manuell bedienen. Bei einem dringenden medizinischen Problem, etwa einer Herzattacke, können sie per Knopfdruck Kontakt mit der Notrufzentrale aufnehmen und so Hilfe rufen. Die eCall-Einheit funktioniert unabhängig vom Rest des Fahrzeugs – auch wenn Autobatterie, Lautsprecher oder Mikrofone kaputt sind.
